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QUEEN  HEAVEN

 

12.01.2005

Wenn Freddie Mercury virtuell aus dem Himmel grüßt

Multimediale Laser-Show "Queen-Heaven" feiert heute Abend Premiere im Planetarium - Party in der Rockfabrik


Freddie Mercury starb vor über 13 Jahren, virtuell ist er im Jahre 2001 wieder auferstanden. "Queen-Heaven" nennt sich die multimediale Laser-Show, die heute Abend im Planetarium Premiere feiert.

Nebelschwaden steigen auf, als der erste Ton erklingt. Laserstrahlen in rot, blau und grün zucken durch den Raum. "Sorry, ich bin kein Queen-Fan", sagt Wolfgang Eckart, Direktor des Bildungszentrums (BZ). Dennoch sei die Produktion der Münchner Firma Sternsprung "beeindruckend".

Um das Planetarium, dessen Träger das BZ ist, vor dem Zuschließen zu retten, ist Eckart durch die ganze Republik gefahren - auf der Suche nach einer Lösung. In München sahen sie die Multimedia-Show, die seit 2001 mit großem Erfolg im Planetarium läuft und griffen zu. Zunächst sieben Monate soll "Queen-Heaven" über die Nürnberger Planetariumskuppel zucken, "dann sehen wir weiter", so Eckart.

Neues Publikum wollen Eckart und Direktor Uwe Lemmer mit der Laser-Show locken, um die Zukunft des ehrwürdigen Hauses zu sichern.

Über 3000 Meter Kabel mussten verlegt werden, im Keller fand das riesige Laser-Gerät Platz, dessen Licht von dort in den Kuppelraum geleitet wird. Schwierig war es vor allem, die Technik mit der des Planetariums zu verbinden. "Zum Teil können wir sie mitnutzen", sagte Alexander Herzog von "Sternsprung".

Die größten Hits

74 Minuten lang dauert die Mischung aus den größten Hits der Kultband, Originalvideos und 360 Grad-Riesenpanoramen, gekoppelt mit Lasereffekten, die "Queen"-Gittarist Brian May mitproduzierte. Das musikalische Erbe der Band und die Erinnerung an Frontman Freddie Mercury sollten damit bewahrt werden, soll May gesagt haben.

Der Gitarrist, der kürzlich in Nürnberg bei "Wetten, dass..?" auf der Bühne stand, sei auch zur Premiere eingeladen. "Ob er kommt, bleibt eine Überraschung", sagte Herzog. "In München stand er plötzlich mit seiner Gitarre im Raum". Vielleicht erscheint May aber auch bei der Premieren-Party, die heute ab 21 Uhr in der Rockfabrik steigt. Dort werden von ihm und Schlagzeuger Roger Taylor signierte DVDs, CDs und Plakate versteigert. Karten gibt es an der Abendkasse.

Nürnberger Nachrichten vom 12. Januar 2005

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